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| Reisen - Nationalpark Plitvicer Seen / Reisebericht |
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Diesen Reisebericht möchte ich Pierre Brice (Winnetou), Lex Barker (Old Shatterhand), Regisseur Harald Reinl und allen Karl-May-Liebhabern widmen – faszinierte mich die Landschaft der Plitvicer Seen doch bereits in meiner Kindheit, beim begeisterten Schauen der Karl-May-Verfilmungen, obwohl ich damals noch nicht wusste, wo sich dieser Ort befindet.
Nach zehnstündiger Anreise erreichte ich am späten Nachmittag Koreniza und checkte im Hotel ein. Die letzten rund 100 Kilometer hatten sich dank eines LKW-Zuges und ständiger 70er-Beschränkungen endlos gezogen. Das Hotel Macola entsprach absolut meinen Vorstellungen von einem guten Drei-Sterne-Haus in Kroatien. Gemütliches Ambiente und freundliches Personal machten meinen Aufenthalt im Hotel Macola angenehm.
Ich war bereits kurz nach acht Uhr im Nationalpark angekommen |
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| Hier sind Informationen und Tickets erhältlich. |
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| und fand einen noch leeren Parkplatz vor. Die Kassiererin, welche mir das Ticket verkaufte, erstaunte mich aber dennoch etwas. Mit welcher Arroganz hier dem Touristen das Geld aus der Tasche gezogen wird, das findet man nur selten. 110 Kuna knöpfte mir die unfreundliche Dame am Schalter ab und auf die Frage, ob es ein Zwei-Tage-Ticket gibt, schaute mich diese nur verwundert an und fragte, wo ich wohnen würde. Als ich Korenica angab, |
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drückte sie noch einmal auf den Knopf und ließ ein zweites Ticket heraus, für das sie ebenfalls 110 Kuna verlangte.
Ein wenig orientierungslos machte ich mich auf den Weg in den Nationalpark. Hier fielen mir einige Gebäude auf, die heute keinen Zweck mehr zu erfüllen haben. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichte ich den eigentlichen Eingang in den Nationalpark. Unendliche Treppen später war ich am ersten See angelangt. Dieser Anblick ließ mich alles vergessen, was ich an der Kasse erleben durfte. Gemäß dem Rat von Ivan aus dem Hotel machte ich mich auf den Weg die oberen Seen zu erkunden.
Um mir den Anstieg über den Fahrweg zu ersparen, nahm ich in einem der Panoramabusse Platz und ließ mich bequem zum obersten See, dem Proscansko Jezero, bringen. Dieser präsentierte sich mit tollen Spiegelungen in der Morgensonne. Die mit Holzplanken angelegten Wege sind angenehm zu gehen, auf gutes Schuhwerk sollte der Wanderer dennoch nicht verzichten. Für manche ist dies aber anscheinend zu unbequem und nicht stylish genug. Ein Besucher der Seen war sogar mit Anzug, Krawatte und Salontretern unterwegs.
Unterhalb des Proscansko Jezero erreichte ich die ersten Wasserfälle, die sich beeindruckend in den nächsten See ergossen. Wie sich nun zeigte, war es richtig, bereits kurz nach acht Uhr im Nationalpark zu sein. Die Ruhe währte nämlich gerade einmal eine Stunde. Von nun an überrannten die Reisegruppen und hier vor allem die Japaner en Nationalpark. Die kurzen Pausen zwischen den Gruppen nutzte ich, um in Ruhe zu fotografieren.
An manchen Stellen zeigten die Holzwege aber auch ihre Tücken, die teilweise lang gezogenen Treppen waren nur schwer zu |
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| Die Panoramabusse befördern die Gäste im Nationalpark. |
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| Mit dem Elektroboot geht es über den Kozjak-See. |
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sehen, was bei einer Frau zu einem Sturz führte. Auch ich hatte an manchen Stellen mit dem Gleichgewicht zu kämpfen. Dennoch sind die Wege toll angelegt und fügen sich harmonisch in die Natur ein.
Sehr eindrucksvoll sind die Wasserfälle oberhalb des Galovac. Hier stürzt das Wasser bis zu 20 Meter in die Tiefe. An dem ruhigen See entlang ging es nun weiter hinunter. An der Ostseite des Galovac befinden sich die nächsten Kaskaden, die auf einer Breite von 200 Metern in den Gradinsko fließen. Am Burgeti und dessen Wasserfällen vorbei |
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erreichte ich den Jezero Kozjak.Dieser ist der größte See des Nationalparks und kann mit Elektrobooten befahren werden.Kurz entschlossen bestieg ich ein solches und ließ mich ans andere Ende des Sees bringen. An dieser Anlegestelle wurde eifrig gebaut. Neben Restaurants entstand auch eine Informationsstelle für Touristen. Das Bild auf dieser Lichtung vermittelte mehr Volksfestcharakter als den eines Nationalparks.
Die unteren Seen, welche ich nun erreichte, sind der bekanntere Teil des Nationalparks, wurden doch hier Teile der Karl-May-Verfilmungen gedreht. Hier führte der Weg ebenfalls direkt an den extrem türkisblauen Seen entlang, wobei dieser Teil bereits früher für Wanderer zugänglich gemacht worden sein dürfte, wurden die Wege hier doch mit Steinen und Geländern aus Metall gesichert. Diese fügten sich aber auch harmonisch in die Umgebung ein.
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| Eindrucksvolle Kaskaden verbinden die Seen. |
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Waren es an den oberen Seen hauptsächlich Japaner, welche sich durch den Nationalpark drängten, bevölkerten die unteren Seen unzählige Schulklassen bei ihren Ausflügen. Die Kinder und Jugendlichen hatten leider nur wenig für die Schönheiten der Natur übrig, waren sie doch mehr mit ihren coolen Handys beschäftigt.
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Am Ende von Milanovac und Gavanovac befindet sich eine weitere Kaskade. Unspektakulär hingegen ist die Höhle aus dem „Schatz im Silbersee“, diese ist lediglich knappe fünf Meter tief. Zu erreichen ist die Höhle über Steintreppen, die beim unmittelbaren Eingang zur Höhle aber gefährlich rutschig sind. Darunter befindet sich eine weitere Grotte, welche aber vom Wasser überflutet ist.
Am Ende des Kaluderovac öffnet sich der Blick auf das letzte Tal im Nationalpark, durch welches der Fluss in Richtung Karlovac weiterfließt. Eine letzte Natursehenswürdigkeit gab es aber noch zu bestaunen: den großen Wasserfall, der linker Hand das Wasser 78 Meter in die Tiefe stürzen lässt. Dieser Wasserfall erhält sein Wasser als Einziger nicht aus den Seen, sondern vom Plitvica Potok.
Von hier aus nahm ich den Panoramaweg zurück zur Anlegestelle drei. Von hier oben aus hatte man einen tollen Blick |
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| Reisegruppen und Schulklassen bevölkern den Nationalpark. |
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auf die Seen und das Türkis des Wassers kam besonders gut zur Geltung. Mit dem Elektroboot fuhr ich zurück zur Anlegestelle zwei und von dort wieder mit dem Elektroboot zur Anlegestelle eins. Damit war der Ausgangspunkt meiner Reise durch die Naturschönheiten des Nationalparks Plitvicer Seen erreicht.
Nachdem ich die unzähligen Treppen zum Eingang zwei wieder hinaufgestiegen war, gab es am Parkplatz die letzte unliebsame Überraschung. Für das Abstellen meines Autos durfte ich weitere 49 Kuna berappen. Ein Besuch des Nationalparks Plitvicer Seen ist für jeden Naturliebhaber absolut empfehlenswert.
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| Buchtipp |
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Plitvicer Seen Nationalpark
Plitvicer Seen Nationalpark, hotels, restaurants, Plitvice, Kroatien, camping.
www.np-plitvicka-jezera.hr |
Tourismusverband der Gemeinde Plitvička jezera
Turistička zajednica Općine Plitvička jezera, Plitvice Lakes Tourist Board.
www.tzplitvice.hr/ |
Hotel Macola
Hotel Macola, Hotel Zir, Restoran Macola. ... Diejenigen, die Reisen in den Süden entlang der alten Straße ist nicht viel zu erklären, was ist Macola. ...
www.macola.hr/ |
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