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| Fotoprojekte - Der Lech |
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Der Lech - Der letzte Wilde Europas
Die einzigartige Landschaft des Lech, welche mittlerweile auch zum Natura 2000 Schutzgebiet erklärt wurde und das Prädikat Naturpark erhalten hat, wollen wir euch hier näher bringen. Von der Quelle in Vorarlberg bis zur Einmündung in die Donau. |
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Der Lech gilt als das letzte noch funktionierende Wildflusssystem der nördlichen Alpen.
Von seiner Entstehung, auf ca. 1800 Meter Seehöhe, als Ablauf des Formariensees in Vorarlberg durchfließt er Österreich sowie Deutschland und mündet gegenüber Lechsend in die Donau.
Im Oberen Lechtal wurde der Fluss, wenn überhaupt, nur sehr sanft verbaut. Ab der Beckenreihe von Reutte ist der Lech dann stark kanalisiert worden.
Ab Füssen ist der Fluss eine Aneinanderreihung von Staustufen, unterbrochen von trägen Fließstrecken. Der größte Stausee ist der Forggensee bei Füssen. Hier sind schöne Aulandschaften entstanden, die wiederum Lebensraum für die Tierwelt und Erholungsgebiete für Menschen geschaffen haben.
Das Tiroler Lechtal ist seit dem Jahr 2000, als Natura 2000 Schutzgebiet ausgewiesen, dieses umfasst 24 Gemeinden. Die Beratungen über die Ausweisung eines Nationalparks scheiterten. Die Bürgermeister einigten sich aber auf das Prädikat "Naturpark Tiroler Lech".
Immer wieder zeigt der Lech den Menschen die am Fluss leben seine Gewalt. Nach den Hochwassern in den Jahren 1911 und 1912 kam 1999 und 2005 erneut zu Katastrophen. Über weite Teile trat der Lech über das Flussbett und verursachte durch Überflutungen und Vermurungen Sachschäden in Millionenhöhe.
Vom Quellgebiet durch den Naturpark "Tiroler Lech"
Ein geologisches Eldorado findet sich um den Formaletsch im Lechquellgebiet. Das Steinerne Meer birgt fossile Schätze eines einstigen Ozeans, bevor durch Eruptionen die Berge emporgefaltet wurden. Wie ein Kratersee liegt der Formariensee |
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| Die Sandbänke im Talkessel von Reutte. |
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| Zwischen Felsen bahnt sich das Wasser den Weg. |
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| unterhalb der Roten Wand und dem Formaletsch. Über einen unterirdischen Ablauf entsteht auf knapp 1800 m Seehöhe der Lech, der sich als junger Gebirgsbach durch fast unberührte Natur seinen Weg ins Tal bahnt. |
Bei Warth wird der Bachlauf stark eingeengt und der Lech macht seinem Namen "Wildfluss" wenn auch in einem etwas anderen Sinn alle Ehre. Vorbei an üppiger Schluchtvegetation tosen die Wassermassen ins Tal. Oberhalb von Steeg tritt der Fluss wieder hervor und durchfließt nun das Tiroler Lechtal.
Ab hier hat der Mensch seit Jahrzehnten in den natürlichen Verlauf des Lech eingegriffen. Allerdings erfolgten diese Eingriffe im oberen Lechtal auf sehr sanfte Art und Weise. So blieb der Lebensraum für unzählige Tierarten erhalten. Das Markenzeichen des Lechs sind die Buhnenfelder zwischen den Ortschaften Stanzach und Forchach. Hier kann sich der Lech richtig entfalten.
Seltene Pflanzen und Tierarten wie die Deutsche Tamariske finden sich ebenso wie die Bileks-Azur-Jungfer (eine der seltensten Liebellenarten) oder die gefleckte Schnarrschrecke, aber auch Bodenbrüter wie der Wasserläufer oder Fluß-Regenpfeiffer gehören zu den seltenen Bewohnern des Lech. Diese einzigartige Flora und Fauna ist der Grund für die Ausweisung des Natura 2000 Gebietes.
Seit Gründung des Life-Projektes, welches bereits ausgelaufen ist, und dem Verein "Naturpark Tiroler Lech" sind im gesamten Lechtal Naturbaustellen entstanden. Weiters wurden Flussaufweitungen vorgenommen, damit der Lech wieder mehr Raum zum Ausufern hat.
Ab Weißenbach wurde der Flusslauf stark kanalisiert, wo durch die Lechauen, aufgrund der niedrigen Fließgeschwindigkeit, zu versanden drohten. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurden kleinere Stützwehre errichtet, welche zur Energiegewinnung genutzt werden.
Das Erste befindet sich in Höfen und das Zweite am Kniepass bei Pflach. In der |
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| Das Steinerme Meer im Lech-Quellgebiet. |
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| In der Schlucht zwischen Warth und Steeg. |
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Beckenreihe von Reutte wurde dem Lech durch diese Kanalisierungen kostbares Land zur Besiedelung abgerungen. Hierbei wurden in der Vergangenheit oftmals erhebliche Fehler gemacht, die sich in jüngster Vergangenheit zeigten. Mit Flussaufweitungen wird auch hier versucht, die Katastrophen von 1999 und 2005 in Zukunft zu vermeiden.
Ab dem Kniepass wird das Flussbett wieder breiter, somit kann sich der Lech noch einmal entfalten, bevor er über den Lechfall hinunter donnert beim sogenannten Entenstein die Grenze nach Bayern überschreitet und nach Füssen zum Forggensee wird. |
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