Projekte
Startseite
Fotos
Panoramen
Wissenswertes
Info-Links

Wissenswertes
Vom Quellgebiet durch den Naturpark "Tiroler Lech"
Ein geologisches Eldorado findet sich um den Formaletsch im Lechquellgebiet. Das Steinerne Meer birgt fossile Schätze eines einstigen Ozeans, bevor durch Eruptionen die Berge emporgefaltet wurden. Wie ein Kratersee liegt der Formariensee unterhalb der Roten Wand und dem Formaletsch. Über einen unterirdischen Ablauf entsteht auf knapp 1800 m Seehöhe der Lech, der sich als junger Gebirgsbach durch fast unberührte Natur seinen Weg ins Tal bahnt.
Bei Warth wird der Bachlauf stark eingeengt und der Lech macht seinem Namen "Wildfluss" wenn auch in einem etwas anderen Sinn alle Ehre. Vorbei an üppiger Schluchtvegetation tosen die Wassermassen ins Tal. Oberhalb von Steeg tritt der Fluss wieder hervor und durchfließt nun das Tiroler Lechtal.
 

Das Steinerme Meer im Lech-Quellgebiet.
Ab hier hat der Mensch seit Jahrzehnten in den natürlichen Verlauf des Lech eingegriffen. Allerdings erfolgten diese Eingriffe im oberen Lechtal auf sehr sanfte Art und Weise. So blieb der Lebensraum für unzählige Tierarten erhalten. Das Markenzeichen des Lechs sind die Buhnenfelder zwischen den Ortschaften Stanzach und Forchach. Hier kann sich der Lech richtig entfalten.
Seltene Pflanzen und Tierarten wie die Deutsche Tamariske finden sich ebenso wie die Bileks-Azur-Jungfer (eine der seltensten Liebellenarten) oder die gefleckte Schnarrschrecke, aber auch Bodenbrüter wie der Wasserläufer oder Fluß-Regenpfeiffer gehören zu den seltenen Bewohnern des Lech. Diese einzigartige Flora und Fauna ist der Grund für die Ausweisung des Natura 2000 Gebietes.
Seit Gründung des Life-Projektes, welches bereits ausgelaufen ist, und dem Verein "Naturpark Tiroler Lech" sind im gesamten Lechtal Naturbaustellen entstanden. Weiters wurden Flussaufweitungen vorgenommen, damit der Lech wieder mehr Raum zum Ausufern hat.
Ab Weißenbach wurde der Flusslauf stark kanalisiert, wo durch die Lechauen, aufgrund der niedrigen Fließgeschwindigkeit, zu versanden drohten. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, wurden kleinere Stützwehre errichtet, welche zur Energiegewinnung genutzt werden.
 

In der Schlucht zwischen Warth und Steeg.
Das Erste befindet sich in Höfen und das Zweite am Kniepass bei Pflach. In der Beckenreihe von Reutte wurde dem Lech durch diese Kanalisierungen kostbares Land zur Besiedelung abgerungen. Hierbei wurden in der Vergangenheit oftmals erhebliche Fehler gemacht, die sich in jüngster Vergangenheit zeigten. Mit Flussaufweitungen wird auch hier versucht, die Katastrophen von 1999 und 2005 in Zukunft zu vermeiden.
Ab dem Kniepass wird das Flussbett wieder breiter, somit kann sich der Lech noch einmal entfalten, bevor er über den Lechfall hinunter donnert beim sogenannten Entenstein die Grenze nach Bayern überschreitet und nach Füssen zum Forggensee wird.
 

Der Talkesse von Reutte.
 
Copyright © R. Bader - Alle Rechte vorbehalten